Götz BURY

GRUBENLEITER

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GRUBENLEITER

GÖTZ BURY / 2024

Alteisen von Fahrrädern   

Götz Burys „Grubenleiter“ entstand 2024 anlässlich eines Gastaufenthaltes in der Stadtgalerie Kufstein. Der Künstler hatte sich dem Thema der (historischen) Bodenschätze im unteren Inntal gewidmet. Ob nun Kupfer-, Silber-, oder Eisenerz abgebaut wurde, Braunkohle, Feuerstein, Portlandmergel, Kalktuff, Kalkstein oder Schotter, Konglomerat oder Marmor, die Grubenleiter sollte nach Burys  Auffassung immer eine wichtige Rolle gespielt haben, auch wenn wir heute, mangels Anschauungsobjekten, keine Vorstellung mehr davon haben, wie sie im Original ausgesehen haben mag. Künstlerische Einbildungskraft half ihm hier aber verlässlich weiter.

Andererseits: der Abgang in den Limbus, die sagenhafte Vorhölle, scheint nach Burys Überzeugung ebenfalls im unteren Inntal angesiedelt zu sein, nämlich genau genommen im heutigen Bad Häring. In katholischem Kernland gelegen, mag das nun eigentlich nicht weiter verwundern. Dort brennt die hochentzündliche und grauenhaft nach Schwefelwasserstoff stinkende Glanzbraunkohle seit Menschengedenken vor sich hin und erwärmt, äußerst praktisch und kostenschonend, die dortige schwefelhaltige Heilquelle, die die Grundlage des Kurbetriebes bildet.

Die Leitung der Hölle scheint den eigentlich anzuwendenden Emissionsrechtehandel nur vom Hörensagen zu kennen, wenn denn überhaupt.

Für all jene, die einen Abstieg wagen wollen, wäre jetzt prinzipiell der Weg frei.

GÖTZ BURY

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